30,5-Zoll-Vorstoß: Cube überrascht bei der Enduro-WM
Die Laufradgrößen-Debatte im Mountainbike-Sport erreicht das nächste Level: Das Cube Action Team sorgt bei den Enduro-Weltmeisterschaften im italienischen Finale Ligure für eine echte technische Sensation. Die Piloten des Werksteams gehen mit einem massiven 30,5-Zoll-Vorderrad an den Start und interpretieren das bewährte Mullet-Konzept damit noch extremer.
Während sich 29 Zoll an der Front längst als Quasi-Standard etabliert haben, verspricht die neue Übergröße ein noch besseres Überrollverhalten über verblockte Steinfelder, Bremswellen und Wurzelfelder. Gleichzeitig soll die vergrößerte Aufstandsfläche des Reifens für maximalen Kurvengrip im Grenzbereich sorgen.
Ob es sich bei diesem radikalen Schritt um ein reines Prototypen-Experiment für den Renneinsatz handelt oder ob der 30,5-Zoll-Standard künftig den Sprung in Serien-Mountainbikes schaffen könnte, bleibt abzuwarten. Das Fahrerlager blickt nun gespannt auf die Stoppuhr, um zu sehen, ob der Größenvorteil auch in messbare Bestzeiten mündet.